AdWords Strategien

Die Erstellung einer AdWords Kampagne ist ein aufregender Prozess. Aufregung, Ängste, Furcht und Hoffnung sind die Emotionen, die in einem hoch kommen, wenn man gerade dabei ist den ‘Ausführungsknopf’ für die neue Kampagne zu drücken.

Dieser Artikel will Ihnen den Weg einer neuen AdWords Kampagne leichter machen und sicherstellen, dass sich diese auch rentiert. Wenn AdWords einmal richtig eingestellt ist und verantwortungsvoll gemanaget wird, ist es eines der besten Quellen für neue Kunden. Es gibt Beispiele, in denen Unternehmen von 0 auf 4 Millionen Euro Profit dank guter AdWords Kampagnen angestiegen sind. Das heisst aber auch, dass bei Missmanagement eine AdWords Kampagne das gegenteilige Ergebnis hervorrufen kann.

Essentiell für jede neue AdWords Kampagne ist es für den Marketer eine Checkliste zu erstellen. Sie brauchen, so zu sagen, eine genaue Anleitung über jeden einzelnen Schritt und für alle notwendigen Ressourcen, die Sie für die Kampagne verwenden wollen. Daher geleitet Sie dieser Artikel durch alle wichtigen Faktoren für eine erfolgreiche AdWords Kampagne.

Faktor #1: Kundennachfrage

Zu Beginn müssen Sie sich die Frage stellen, ob und wie Ihre Kunden nach Ihrem Produkt suchen. Falls Ihr Produkt kaum bei Google nachgefragt bzw. gesucht wird, dann ist eine AdWords Kampagne womöglich keine gute Idee für Sie. Es ist von grösster Bedeutung, dass Sie sich vergewissern, dass es für Ihr Produkt auch das entsprechende Suchvolumen gibt, bevor Sie eine AdWords Kampagne starten.  

Das Tool, das Sie hierfür benutzen sollten, heisst ‘Google AdWords Keyword Suggestion Tool’ und zu finden ist es unter folgendem Link https://adwords.google.com/select/KeywordToolExternal . Das Prinzip ist einfach: Sie geben Ihre Keywörter und Suchphrasen ein, von denen Sie glauben, dass auch Ihre Kunden Sie verwenden und Google versorgt Sie mit weiteren ähnlichen Keywörtern etc. Zusätzlich erhalten Sie Informationen darüber, wie oft nach diesen Keywörtern und Phrasen gesucht wurde und wie wettbewerbsfähig diese sind und natürlich wie viel es Sie kosten würde mit diesen Keywörtern zu werben.

Bevor Sie dieses Tool benutzen, müssen die ‘Erweiterten Einstellungen’ eingestellt sind. Falls sich Ihr Unternehmen in der Schweiz befinden, dann legen Sie Ihren Standort dementsprechend fest und stellen Deutsch als Standardsprache ein. Das Gerät sollte für Laptops und Desktops eingestellt sein, es sei denn Sie wollen sich nur auf mobile Geräte konzentrieren.

Danach klicken Sie auf die Spalte ‘Drop Down Menu’ und stellen sicher, dass es auf Wettbewerb (Competition), monatlich lokale Such (local monthly Search) und einen ungefähren CPC (Cost per Click) eingestellt ist. Die monatlich locale Suche zeigt Ihne die Suchen in Ihrer Umgebung an, also der Schweiz bzw. je nach Einstellung. (siehe oben) Zusätzlich erfahren Sie mehr über die Wettbewerbsfähigkeit und die Kosten per Klick der Keywörter. Das hilft Ihnen sich genauer und bewusster über Ihre Keywörter zu entscheiden.

Es bietet sich an auch den ‘Keyword Match Type’ für Phrasenübereinstimmung anzuwenden. So erfahren Sie nicht nur welche Keywörter sondern auch welche Phrasen bei Google gesucht werden um Ihr Produkt oder ähnliche zu finde.  

Zum Schluss geben Sie einfach Ihre optimale Phrase oder Keywort in Google ein und klicken Sie aufsuchen.

fWenn das Keyword Tool sich aktualisiert, dann sehen Sie auf der linken Spalte Keywort Ideen, die auf den Suchphrasen basieren, die Sie bei Google angegeben haben und alle anderen oben genannten Informationen wie CPC und Suchanfragen in Ihrer Umgebung etc.

Es gibt 3 Fragen, die Sie sich stellen sollten um zu entscheiden welche Keywörter Sie nutzen sollten.

  1. Wird dieses Keywort häufig bei Google Suchen verwendet? —Falls es kein Suchvolumen für dieses Keywort gibt dann lohnt es sich nicht damit zu werben.
  2. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Person, die dieses Keywort sucht auch ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen will? Es lohnt sich vor allem auf Kaufintentions- Keywörter zu setzen, da bei diesen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass am Ende der Suche auch ein Produkt gekauft werden will.
  3. Kann ich es mir leisten mit diesem Keywort zu werben? Dazu müssen Sie Ihr Budget begutachten und Vor- und Nachteile kalkulieren. Dazu im Folgenden mehr.

Faktor #2: Simple Mathematik

Bevor Sie Ihre Keywort Liste zusammenstellen, sollten Sie sich sicher sein, dass sich diese auch lohnen. Dafür brauchen Sie einfach Grundlagenmathematik.

  1. Sie kalkulieren Ihre Maximumkosten für ‘Cost per Click’ (Max CPC)
  2. Sie vergleichen Ihr Max CPC mit dem Keywort CPC vom Keyword Tool, das Sie vorher verwendet haben.
  3. Z.B. Wenn Ihr Max CPC 5 Franken ist und der geschätzte Keyword Tool CPC 4 Franken ist, dann heisst das, es würde sich lohnen mit diesem Keywort zu werben.

Ihr Max CPC hängt vom Wechselkurs Ihrer Webseite ab, dem Gewinn pro Kunden und Ihrer Gewinnmarge für Zielwerbung. Falls Sie diese Zahlen nicht zu Hand haben, dann müssen Sie diese schätzen oder herrausfinden.

Die folgende Formel hilft Ihnen dabei Ihr Max CPC zu kalkulieren:

Max CPC = (Gewinn pro Kunden) x (1 – Gewinnmarge) x (Wechselkurs der Webseite)

Ein Beispiel:

Sie haben einen Gewinn pro Kunden von 500 Franken und von 1000 Besuchern Ihrer Webseite kaufen 10 ein Produkt. Das bedeutet Sie haben einen Webseitenwechselkurs von 1%. Sollten Sie mit einer 30% Gewinnmarge zufrieden sein, dann ergibt sich folgende Rechnung:

Max CPC = 500 x (1 – 0.30) x 1% = 3.50 Franken

Das heisst Ihr Max CPC muss sich im gleichen Rahmen vom geschätzten CPC befinden. Sollte sich der geschätzte CPC auf 10 Franken belaufen, dann müssen Sie entweder Ihren Gewinn pro Kunden steigern oder Ihren Webseiten Wechselkurs, bevor es sich für Sie rentiert mit diesem Keywort zu werben.

Faktor #3: Wettbewerber Wissen

An diesem Punkt sollten Sie eine solide Liste mit Kaufintentions Keywörtern haben, die Sie sich auch finanziell leisten können. Der nächste Schritt ist es dann Ihr Risiko zu sänken indem Sie Wettbewerber Wissen ausnutzen. In den meisten Industrien finden Sie Mitbewerber, die schon eine AdWords Kampagne getestet und optimiert haben. Das heisst, Sie haben schon herausgefunden, welche Keywörter sich für eine erfolgreiche Kampagne eignen und welche nicht.

Dazu bietet sich das sogenannte KeywordSpy Tool an. KeywordSpy sammelt, organisier und ermöglicht einfachen Zugang zu historischen Werbedaten Ihrer Mitbewerber. Erstellen Sie Ihr eigenes Profil unter www.KeywordSpy.com und testen Sie die kostenlose Version.

Nachdem Sie sich angemeldet haben, dann kopieren Sie den Webseitenlink Ihres Mitbewerbers und fügen Ihn in die Suchleiste von KeywordSpy ein.

Wenn die Suche komplett ist, dann klicken Sie auf PPC Keywörter. Dort finden Sie alle Keywörter unter denen Ihrer Mitbewerber Werbung betreibt.

Nun können Sie manuel die ganze Liste durchgehen oder Sie exportieren die Liste und entfernen unbrauchbare Keywörter. Die restlichen Keywörter kombinieren Sie mit den Keywörtern von Googles Keyword Tool.

Wenn Sie fertig mit den Keywörter sind, dann können Sie auf den Ads Tab klicken.

Dort sehen Sie alle Daten, an denen eine bestimmte Werbung getestet wurde. Das gibt Aufschluss darüber ob die Werbung erfolgreich war oder nicht. Es empfiehlt sich mehrere Werbemassnahmen von verschiedenen Mitbewerbern zu analysieren um Ihre Werbung besser anzupassen und zu optimieren. Dazu sollten Sie aber nicht vergessen, sich von den Mitbewerbern abzuheben. Das ist nämlich der kleine Unterschied, der entscheiden für eine erfolgreiche AdWords Kampagne ist und zu Faktor 4 führt.

Faktor #4: Powervolle USP

Ihre USP (Unique Selling Proposition) hebt Sie von Ihren Mitbewerbern ab und gibt Ihren Kunden den Grund, warum Sie gerade bei Ihnen kaufen sollten und nicht bei anderen Anbietern.

Bei AdWords gibt es 3 wichtige Gründe für eine powervolle USP:

  1. Eine starke USP sorgt für mehr Traffic (Verkehr) auf Ihrer Webseite und qualifiziertere mögliche Kunden
  2. Eine starke USP sorgt für deutlich höheren Vertrieb sorgen. Das heisst, Sie haben nicht nur mehr Traffic auf Ihrer Webseite, sondern haben auch mehr Kunden, die letztendlich auch das Produkt kaufen.
  3. Eine starke USP kann Preisvergleichkäufe reduzieren. Das kann ein Game Changer für Unternehmen sein, denn Kunden kaufen bei Ihnen nicht nur wegen des günstigen Preises sondern auch wegen andere Gründe (wie Ihrer Professionalität etc.) ein.

Doch wie erstellt man eine starke USP?

Zuerst machen Sie sich Gedanken über Ihre Stärken. Was macht Ihr Unternehmen besser als die anderen? Danach reden Sie mit Ihren Kunden. Fragen Sie sie nach Ihrer Meinung und warum sie Ihr Unternehmen als Dienstleister ausgesucht haben. Fragen Sie auch über die Eindrücke die Ihre Kunden über Ihre Branche haben und wie Sie diese Antworten für sich nutzen können.

Zu guter Letzt, analysieren Sie Ihre Mitbewerber. Das wichtigste Wort in einer starken USP ist das Wort ‚unique‘ also einzigartig. Es empfiehlt sich die Webseiten Ihrer Mitbewerber und Ihre Marketingkampagnen zu analysieren, um so Ihre Möglichkeit zu finden, wie Sie sich abheben können. Wichtig ist, dass Sie immer damit beginnen, was Ihr Unternehmen einzigartig macht.

Ein Bespiel für eine starke USP:

‚Frische und heisse Pizza ausgeliefert in 30 oder weniger Minuten. Garantiert!‘

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, dann wissen Sie auch das Dominos Pizza diesen Slogan für eine lange Zeit verwendet hat und Ihr Millionen Dollar Imperium aufgebaut haben. Dominos Pizza hat sich hier auf die eine Sache konzentriert, die sie von anderen Lieferanten abhebt und zwar, dass Sie Pizza in 30 Minuten oder weniger liefern können. Wir alle wissen, normalerweise dauert das bis zu 50 Minuten bei anderen Anbieter.

Faktor #5: Ein unwiderstehliches Angebot

Was können Sie Ihren potenziellen Kunden in Ihrer AdWords Kampagne anbieten, worauf es schwer fallen würde zu verzichten? Und wie können Sie sich von allen anderen Bewerbern abheben, die nach der Suchanfrage auch angezeigt werden?

Die Antwort ist Ihr ‚unwiderstehliches Angebot‘, das aus folgenden 4 Komponenten besteht.

  1. Wertvoll

Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung muss wertvoller sein als der Preis zu dem es angeboten wird. Das ist Grundlagenmarketing 101. Das heisst Sie müssen klar und deutlich die Vorteile und Vorzüge Ihres Produktes hervorheben und sicherstellen, dass diese den Preis übersteigen.

  1. Glaubwürdig

Dabei sollten Sie die Glaubwürdigkeit nicht vergessen. Sollte ein Angebot so erscheinen, als wäre es zu gut um wahr zu sein, dann können potenzielle Kunden skeptisch werden und Ihrem Angebot mistrauen.

  1. Risikoreduzierung

Jeder Kunde hat Angst davor im Internet abgezockt zu werden. Eine der besten Möglichkeiten Ihren Kunden eine Risikoreduzierung zu bieten, ist die Geldzurückgarantie. Das stellt Ihr Unternehmen unter dem Druck qualitative hochwertige Leistung zu vollbringen oder die Kunden verlangen Ihr Geld zurück. Wenn möglich sollten Sie immer eine Art Garantie in Ihr Angebot integrieren. Das verhilft Ihnen zu einer besseren Resonanz und ermöglicht Ihnen sich erneut von den anderen abzuheben.

  1. Call to Action

Das wichtigste bei Ihrer Kampagne sollte die Einfachheit der Umsetzung für den Kunden sein. Das heisst, wenn Sie wollen, dass der Kunde Sie anruft; dann müssen Sie es ihm auch dem entsprechend einfach machen indem Sie die Nummer gut sichtbar machen und auch leicht zu erreichen sind. Dazu nutzen Sie am besten ein ‚Call to Action‘, der der Einfachheit dient und klar sagt, was man machen soll.

Die oben genannten 5 Faktoren sind essentiell um die Grundlage für eine erfolgreiche AdWords Kampagne zu bilden. Die folgenden 5 Faktoren fokussieren sich nun auf die Umsetzung der Kampagne.

Faktor #6: Unwiderstehliche Ads

Mit AdWords Werbung zahlen Sie nur für jeden getätigten Klick auf Ihre Anzeige. Daher müssen Ihre Anzeigen zwei Kriterien erfüllen.

  1. Sie müssen potenzielle Kunden ansprechen, damit diese auf Ihre Anzeige klicken und nicht auf die Ihrer Mitbewerber.
  2. Sie muss unqualifizierte Kunden abschrecken, die nur auf Anzeigen klicken, aber nie etwas kaufen würden.

Wenn Ihre Anzeigen dies erfüllen, dann bedeutet das für Sie mehr Traffic, mehr Vertrieb und weniger Geldverschwendung für unqualifizierte Klicks.

Zusätzlich sollte Ihre Anzeige auch eine hohe CTR (click-trough rate) aufweisen. Das verbessert Ihre AdWords Werbequalität und sorgt für niedrigere CPC. Gute Anzeigen verringern Ihren CPC, schlechte Anzeigen dagegen, erhöhen den CPC.

Diese 4 Komponenten sind von grosser Bedeutung für Ihre AdWords Anzeige:

  1. Die Überschrift
  2. Beschreibungslinie 1
  3. Beschreibungslinie 2
  4. URL

Die Überschrift

Die Überschrift ist die wichtigste Komponente, da sie das erste ist, was Ihre Kunden sehen. Versuchen Sie Ihr Keywort in der Überschrift zu integrieren, da dieser Teil der Anzeige fett geschrieben wird. Ausserdem sorgt das Keywort in der Überschrift für eine 100%ige Relevanzübereinstimmung.

Eine andere Möglichkeit ist es, eine Frage in der Überschrift zu stellen. Zum Beispiel, wenn ‚Zürich Zahnarzt‘ das Keywort ist, dann stellen Sie die Frage ‚Suchen Sie einen Zahnarzt in Zürich?‘ als Überschrift stellen. Und wie gute Marketer wissen ein ‚Ja‘ zu solchen Fragen, ist manchmal alles was man braucht um den Kunden für sich zu gewinnen.

AdWords erlaubt 25 Zeichen für Ihre Überschrift, daher nutzen Sie Abkürzungen, wenn nötig und nutzen Sie jedes Zeichen, wenn möglich.

Beschreibungslinie 1 und 2

In Ihren zwei Beschreibungslinien, heben Sie den Nutzen und die Vorteile Ihres Produkts hervor und erwähnen Sie Ihre USP. Vergessen Sie nicht Ihren Call to Action in die Anzeige zu integrieren. Jede Beschreibungslinie stellt Ihnen 35 Zeichen zur Verfügung. Auch hier; nutzen Sie Abkürzungen, wenn möglich und verwenden Sie jedes Zeichen um Ihre Botschaft an den Mann zu bringen.

Display URL

Die Display URL ist eine angepasste URL, die Wörter Ihrer Wahl in die URL mit einbezieht. Kopieren Sie nicht einfach Ihre normale URL in Ihre AdWords Anzeige, passen Sie diese so an, dass diese eine Call to Action oder ein Keywort innehat.

Hier sind 3 Beispiele in Bezug auf ‚Zahnarzt in Zürich‘, wie Sie die URL für sich nutzen können:

  • www.domain.com/Weisseres_Lächeln
  • www.domain.com/Zürich_Zahnarzt
  • www.domain.com/Konstenlose_Beratung

Faktor #7: Kongruente Landungsseiten

An diesem Punkt, sollte Ihr potenzieller Kunde schon nach Ihrem Produkt auf Google gesucht haben. Er hat Ihre Anzeige als ansprechend empfunden und hat auf ‚Mehr Info‘ geklickt und ist somit auf Ihrer Webseite gelandet.

Was nun? Junge Marketer machen oft den Fehler gute Anzeigen zu gestalten, aber wenn die Kunden dann auf Ihrer Webseite sind, dann kann diese manchmal nicht das halten, was es versprochen hat. Das passiert, wenn die Hompage keine Werbelandungsseite (Landing Page). Homepages erklären alles von A bis Z. Die Vision Ihres Unternehmens und alle Ihre Produkte und Dienstleistungen. Kurz gesagt, Ihre Homepage ist nicht für solche Zwecke gestaltet und kann nicht 100% relevant für Ihre Suchanfrage sein.

Vermeiden Sie diesen Fehler und kreieren Sie eine eigens für Werbezwecke geschaffene Landing Page, die auf die Keywörter abgestimmt ist. Das Ziel ist es den ganzen Kaufprozess kongruent und einheitlich zu gestalten, so das der potenzielle Kunde nicht abgelenkt wird und nie zum Kauf kommt.

Die wichtigste Komponente Ihrer Landing Page ist die Überschrift, da der potenzielle Kunde diese als erstes sieht. Ihre Überschrift muss die Aufmerksamkeit des Kunden erhaschen, Ihr Angebot wiederspiegeln und den Kunden dazu verleiten weiterzulesen. Ihre Landing Page sollte Ihre USP beinhalten, die Call to Action, die Vorteile Ihres Unternehmens und Ihr unwiderstehliches Angebot sowie die Einzigartigkeit Ihres Unternehmens.

Faktor #8: Webseiten Wechselkurs verfolgen (Conversion Tracking)

Nun sind Sie fast soweit Ihre AdWords Kampagne zu starten. Wichtig ist aber noch das Conversion Tracking. Wenn Sie diesen Schritt überspringen, verpassen Sie Ihre Chance Ihre Kampagnen in Zukunft zu optimieren und welche Keywörter sich wirklich rentieren.

Conversion Tracking ist die Methode Ihre Verkäufe durch AdWords zu messen und nachzuverfolgen. Dazu hat Google ein eigenes Feature bei AdWords entwickelt. Um dieses zu finden, klicken Sie einfach auf ‚Werkzeuge und Analyse‘ (Tools and Analysis) und dann auf Conversions.

Um eine neues Conversion Tracking zu erstellen, klicken Sie auf die [+ Conversion] Taste und folgen Sie den Anweisungen um Ihre Conversion anzupassen. Dann fügen Sie noch den Code Ihrer ‚Vielen Dank für Ihren Einkauf‘ Seite hinzu. Wenn Ihre Kunden dann auf dieser Seite landen, misst Google die Conversion für Ihre AdWords automatisch.

Falls Sie aber Ihren Verkaufsprozess offline ausführen, dann gibt es 3 Möglichkeiten Ihre Conversion trotzdem zu messen.

  1. Kreieren Sie eine Conversion Page für Ihre Kunden. Erstellen Sie Gründe, warum Ihr Kunde trotz des Offlinekaufs auf eine webbasierte Seite zugreifen sollte, wie z.B. um die Rechnung zu erhalten oder wichtige Dokumente herunterzuladen. So ermöglichen Sie es sich Ihre Conversion trotzdem über AdWords zu verfolgen.
  2. Benutzen Sie einzigartige Kupon Codes in Ihren Anzeigen und Ihren Landing Pages. Wenn Sie Kupon Codes nutzen, dann können Sie die Codes auf die Anzeigen und die Keywörter zurückverfolgen.
  3. Sie können auch eine Telefonummer Rückverfolgung durchführen. So können Sie die Übereinstimmung der eingegangenen Anrufe und Käufe überprüfen und auf welche Anzeigen und Keywörter sie zurückzuverfolgen sind.

Wenn Conversion Tracking eingestellt sind, dann wird es Zeit sich bei Google AdWords anzumelden und Ihre erste AdWords Kampagne zu starten. Auch wenn Sie lange auf diesen Moment gewartet haben, sollten Sie nicht voreilig handeln und die Standardeinstellungen von AdWords übernehmen. Am besten Sie lesen sich diese genau durch und passen Sie auf Ihre Bedürfnisse an.

Faktor #9: AdWords Einstellungen zum Erfolg

Google AdWords macht es Unternehmen sehr einfach eine AdWords Kampagne zu starten. Dazu müssen Sie einfach auf die grüne ‚Neue Kampagne‘ Taste klicken und den Schritten zu folgen, die Ihnen angezeigt werden.

Der Prozess ist ziemlich einfach, aber viele Standardeinstellungen von AdWords sind nicht immer auf Ihren Vorteil aus. Daher widmet sich dieser Faktor der richtigen Auswahl der Einstellungen bei AdWords.

Nach diesen Einstellungen müssen Sie Ausschau halten:

  • Suche vs. Display
  • Geräteangebot
  • Keywörter Übereinstimmungstypen (Keyword Match Types)
  • Negative Keywörter

Suche vs. Anzeige

Zu Beginn sollten Sie die Kampagne auf ‚Search Network Only‘ (Netzwerksuche) einstellen, so stellen Sie sicher, dass nur Google Netzwerksuchen berücksichtigt werden und nicht andere.

suchen gegen display

Display

Das Display Netzwerk ist ein grundsätzlich anderes und verlangt eine andere Vorgehensweise für eine AdWords Kampagne. Es verlangt andere Keywörter und andere Landing Pages. Sollten Sie auch das Display Netzwerk ansprechen wollen, dann erstellen Sie zwei verschiedene Kampagnen für beide Netzwerke.

Geräteauswahl

Laut einer aktuellen Studie durchgeführt von Constant Contact, sind nur 34% aller Unternehmswebseiten für mobile Geräte geeignet. Wenn Sie zu den 66% gehören, dann werden Sie wohl kaum Anzeigen erstellen wollen, die auch für mobile Geräte geeignet sind. Auch wenn Webseiten für mobile Geräte der Standard sein sollten, ist es natürlich in Ihrem Ermessen, diese anzupassen oder nicht.

Gehen Sie auf Einstellungen und weiter auf Geräte und klichen Sie dann auf die Box ‘Nur Geräte mit vollen Browsern’ unter der Spalte Angebotsanpassung (Bid Adj.). Eine gelbe Box wird dann erscheinen und dort können Sie dann ‘Senken um’ 100% auswählen.

Wenn Sie auf speichern klicken, dann werden Ihre Anzeigen nicht auf mobilen Geräten angezeigt. Sollten Sie dann mit der Zeit auf eine ‘responsive Webseite’ umsteigen, dann können Sie diese Einstellungen immer wieder rückgängig machen.

Keywörter Übereinstimmungstypen (Keyword Match Types)

Vermeiden Sie es unnötig Geld für Keywörter auszugeben, die gar nicht zu Ihrem Ziel passen.

Es gibt drei verschieden Typen von Keyword Match Types:

  • Weitgehend
  • Phrase
  • Exakt

Weitgehende Übereinstimmung ist die Standardeinstellung bei AdWords. Wenn Sie diese Einstellung akzeptieren, dann wird Google Ihre Anzeige nach allen Suchen anzeigen, die weitgehend mit Ihren Keywörtern übereinstimmen. Das kann zu unnötigen Klicks und somit höheren Kosten für Sie führen. Daher empfiehlt es sich nicht diese Einstellung zu übernehmen.

Phrase match keywords wird dann angewendet, wenn die exakte Phrase mit Ihren Keywörtern bei Google eingegeben wird. Zum Beispiel, wenn Ihr Keywort ‚Büroräume‘ ist, dann wird Ihre Anzeige nach Suchen wie ‚Büroräume in Zürich‘ und ‚Züricher Büroräume‘ angezeigt, aber nicht nach Suchanfragen, die das Keywort deformieren oder getrennt benutzen.

Diese Einstellung gibt Ihnen mehr Kontrolle Ihre Keywort Übereinstimmung anzupassen. Diese Einstellung ist am geläufigsten. Um Phrase Match Keywords einzustellen, benutzen Sie einfach verschieden Phrasen um Ihre Keywörter.

Exakte Übereinstimmungen bedeutet, dass Ihre Anzeige nur dann bei Google erscheint, wenn genau Ihre Keywort gesucht wird und unter keinen anderen Umständen. Um AdWords auf Exakte Übereinstimmung zusetzen, dann schreiben Sie Ihre Keywort in Klammern.

Es wird empfohlen mit Phrase Match zu beginnen. In diesem Fall müssen Sie aber auch Negative Keywörter berücksichtigen.

Negative Keywörter

Negative Keywörter geben Ihnen die Möglichkeit, Phrasen zu blockieren, die Ihre Anzeige hervorrufen könnten. Zum Beispiel wenn Ihre Keywort ‘Büroräume’ ist, und Sie ein Schweizer Unternehmen sind,  dann möchten Sie Suchanfragen wie ‘Büroräume Deutschland’ blockieren.

Um negative Keywörter hinzuzufügen, gehen auf Ihr Keywort Tab in Ihrem Account und scrollen Sie runter bis Sie den Negative Keywörter sehen.

Danach klicken Sie auf den ‘Hinzufügen’ Knopf und schreiben die Keywörter auf, die Sie blockieren möchten. Wenn alle Einstellungen gesetzt sind, dann wird es Zeit Ihre Kampagne zu optimieren.

Ingredient #10: Optimierung

Wenn Sie nun auf den ‚Veröffentlichen‘ Knopf klicken, dann können Sie sich zur neuen Kampagne gratulieren. Leider ist es noch nicht Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Denn AdWords Kampagnen sind nicht von Anfang an profitabel.

Daher müssen Sie drei verschiedene Bereiche anpassen, um Ihre AdWords Kampagne profitabel zu machen.

  1. Ihre Keywort Angebote (Keyword Bids). Wenn Sie begonnen haben, Verkäufe und Klicks dank AdWords zu generieren, dann müssen Sie Ihre Keyword Bids dementsprechend anpassen. Wenn Ihr Keywort rentabel ist, aber nicht auf Nummer 1 rangiert, dann müssen Sie Ihre Bids erhöhen. Falls Ihr Keywort keine Verkäufe und Gewinne generiert, dann müssen Sie Ihre Bids senken oder das Keywort für eine Weile pausieren.
  2. Ihre Click-Trough Rate (CTR). Ihre CTR hat direkten Einfluss auf Ihr Qualitätsranking, was wiederum für die Höhe des CPC (Cost per Click) entscheidend ist. Um Ihren CTR zu optimieren, testen Sie verschiedene Anzeigen um zu sehen welche die meisten Klicks bekommt.
  3. Ihre Landing Page Conversion Rate. Es gibt verschiedene Tools, die Ihnen dabei helfen, die optimale Landing Page zu gestalten. Für Anfänger eignet sich am besten Google Analytics Experiments. Es ist simpel und frei zugänglich unter http://analytics.google.com . Dort können Sie zwei verschiedene Landing Pages kreieren und testen welche sich mehr für Sie lohnt und höhere Conversions ermöglicht.

Nun ist es vollbracht. Ihre AdWords Kampagne sollte nun voll optimiert sein, alles enthalten, was es braucht um Profit zu generieren und Ihr Unternehmen zum Erfolg zu führen. Viel Erfolg weiterhin!

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